Bürgermeisterin Stuchlik: Wichtige Diskussionsplattform für aktuelle Themen der Bildungspolitik Die städtische Veranstaltungsreihe "Forum Freiburger Schulen der Zukunft" ist zehn Jahre alt. 1999 rief sie das städtische Schuldezernat als Plattform ins Leben, um den Schulen Anregungen zu neuesten Entwicklungen zu geben und um aktuelle Fragen der bildungspolitischen Diskussion zu erörtern. Mittlerweile hat sich die Reihe jedoch auch zu einem wichtigen Ort für das Gespräch mit der Öffentlichkeit entwickelt. Nach zehn Jahren zieht Bürgermeisterin Gerda Stuchlik ein positives Resümee: „Aufgrund der gesellschaftlichen Veränderungen werden auch die Aufgaben der Schulen immer vielfältiger. Neben der Wissensvermittlung rückt der Erziehungsauftrag zunehmend in den Mittelpunkt. Eine Gesprächsebene für damit zusammenhängende Themen zu schaffen, war unser Ziel. Nach 24 Forum-Veranstaltungen können wir heute sagen: Die Reihe hat sich für die Diskussion aktueller Themen bewährt und dazu beigetragen, die Schule und ihre Arbeit für die Öffentlichkeit durchsichtiger und verständlicher zu machen. Das Forum gibt uns die Möglichkeit, renommierte Fachleute aus Freiburg und von außerhalb zu schulpolitischen oder pädagogischen Fragen zu hören, mit ihnen zu diskutieren, aus ihren Erfahrungen zu lernen und unseren Blick für neue Ideen zu schärfen. Auf diese Weise können die Schulen neueste Erkenntnisse in ihre Arbeit einbeziehen.“ Darüber hinaus gibt die Reihe den Schulen Gelegenheit, sich und ihre pädagogische Arbeit darzustellen und so zu einer Bildung von Netzwerken mit ähnlich arbeitenden Schulen (beziehungsweise Schulen mit ähnlichen Problemen) und Initiativen beitragen. Die Bandbreite der bisher vorgestellten Themen ist groß – ebenso wie die Begeisterung vieler eingeladener Fachleute, über ihr Fachthema praxisbezogen diskutieren zu können. So bekommen die mit der Vorbereitung der Veranstaltung befassten Mitarbeiter/innen des Amts für Schule und Bildung immer wieder positive Rückmeldungen von angefragten Referentinnen und Referenten. „Gewalt an Schulen“ bildete im Juli 1999 den thematischen Auftakt der Reihe. Ging es hier noch um körperliche Gewalt, standen zehn Jahre und 23 Veranstaltungen später Cyber-Mobbing und andere Gewaltformen im Fokus. Die Veränderung der Gesellschaft und insbesondere der Mediennutzung wird hier deutlich. Ebenfalls wissenschaftlich geprägt: „Motivation fördern – Kinder und Jugendliche verstehen“ stellte Lösungsansätze aus der Sicht der Hirnforschung vor. „Bewährung statt Belehrung – Was die Schule an das Leben abgeben sollte“ und „Begleitung, Motivation, Stärkung der Persönlichkeit – Herausforderungen schulischer Erziehung“ waren Veranstaltungen, die sich um das Ergebnis von Schule drehten. Und die Bedeutung der Eltern für den Lernprozess wurde im Forum „Verlernte Erziehung?! Ergänzende Unterstützungsangebote für Eltern“ deutlich. Den Stellenwert der Vernetzung von Schulen unterstrichen die Veranstaltungen „Gemeinsam Schule gestalten – Bürgerschaftliches Engagement an Freiburger Schulen“, „Schulen im Stadtteil – Miteinander statt Nebeneinander“ oder „Qualität von Schule und Bildung in regionaler Vernetzung: Die regionale Bildungslandschaft Herford“. Als Ort der Integration waren Schulen in der Veranstaltung „Schulen und Unterricht, weltoffen und fremdenfreundlich“ Thema sowie beim Forum mit dem Titel „Schule als Ort der Integration – Vermittlung ‚deutscher Bildungssprache’ als Werkzeug“. Darüber hinaus informierte das Forum Freiburger Schulen über die Perspektiven der verschiedenen Schularten und -formen, über Bildung im Vorschulalter oder Wege zum Hauptschulabschluss. Multimedia an Schulen waren ebenso Thema wie ihre wirtschaftliche Selbständigkeit und ihre Sanierung.
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