Nach dem langen Winter bekommen nicht nur die Zweibeiner echte Frühlingsgefühle. Kleine Spinnentiere sind auf der intensiven Suche nach der nächsten Blutmahlzeit und dabei ist auch der Mensch im Gras und Gebüsch ein willkommenes Opfer. Dabei bevorzugen die kleinen Blutsauger eher die weichen und gut zugänglichen Hautstellen für ihre Mahlzeit. Erreger, die sich in Speicheldrüsen und Verdauungstrakt der Zecken befinden, können während des Saugaktes, der in der Regel deutlich kürzer als 2 Tage dauert, den Besitzer wechseln.
Wie vorgehen bei der Entdeckung des unerwünschten Gastes? Einfach die Zecke mit einer Pinzette fassen und ohne weitere Umstände mit einem scharfen Messerchen schabend von der Haut "wegkratzen". Nicht auf den nächsten Tag und den Besuch bei einem ärztlichen Experten warten! Sollte aber der Zeckenkopf mit den Beißwerkzeugen in der Haut bleiben: in Bälde beim Arzt vorstellen.
Welche Krankheiten werden übertragen? Nicht so selten: Die Borreliose: Eine Bakterienkrankheit , die man an einem rundlich-ovalen Fleck mit meist mehreren Zentimetern Durchmesser in der Regel in der Nähe des Zeckenstiches erkennt und die im frühen Stadium sehr gut mit einem Antibiotikum behandelbar ist.
Selten: Die FSME . Eine recht gefährliche Hirn- (haut)entzündung, gegen die man sich gut durch Impfung schützen kann - und auch hier in Freiburg schützen sollte. Dir Gefährdung steigt mit zunehmendem Alter deutlich an , sodass die Eltern in Freiburg alle geimpft sein sollten. Bei den Kindern empfiehlt die Uniklinik Freiburg den Impfbeginn mit ca. 6 Jahren. Im Zweifelsfall sollte der Kinder-. und Jugendarzt kontaktiert werden.
Dr. B. Warmbrunn, Kinder- und Jugendarzt
|
|
Zuletzt aktualisiert am Montag, 31. August 2009 |
|
|
Dies könnte Sie auch interessieren
|